normakte / Software und Open Source
Auch reine Software ist ein Produkt mit digitalen Elementen, wenn sie in Verkehr gebracht wird. Für Cloud-Dienste und Open Source gibt es Abgrenzungen.
Wer Software kommerziell bereitstellt – als Programm, App oder Firmware –, ist Hersteller im Sinne des CRA, mit denselben Pflichten wie bei Hardware.
Reine Software-as-a-Service fällt grundsätzlich nicht unter den CRA, sondern unter andere Regeln wie die NIS-2-Richtlinie. Gehört eine Fernverarbeitung jedoch zum Produkt und ist sie für dessen Funktion nötig, wird sie mit erfasst.
Freie und quelloffene Software, die außerhalb einer Geschäftstätigkeit bereitgestellt wird, fällt nicht unter die Herstellerpflichten. Wer Open-Source-Komponenten in eigene Produkte einbaut, bleibt für das ganze Produkt verantwortlich. Für Verwalter quelloffener Software, die eine kommerzielle Verwendung dauerhaft unterstützen, gilt ein leichteres Regime.
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Quelle. Verordnung (EU) 2024/2847, ABl. L, 2024/2847 vom 20.11.2024. Sinngemäß wiedergegeben; maßgeblich ist der amtliche Wortlaut. normakte ersetzt keine Rechtsberatung.